Die Gemeinschaft der Nomaden, das Sippenleben, bot ihnen über Jahrhunderte Schutz und Rettung. Das Spannungsfeld, dass die neue Zeit mit den Herausforderungen brachte, fordert einen radikalen Wandel. Die unvorhersehbaren Wetterphänomene, die Einbindung der Selbstversorger in den Geldkreislauf oder das Internet mit den (Ver) Lockungen hat die Nomaden innerhalb weniger Jahre mit voller Wucht getroffen. Anderen Völkern blieb dazu mehr Zeit.
Die Nomaden haben neben vielen anderen Schöpfungsgedanken auch Galtai gut zugehört, der ihnen von erweiterten Möglichkeiten einer naturverbundenen Lebensweise erzählte. Wie machen es Andere? Die Wurzeln zu ihrer jahrhundealten Tradition, Denk- und Handlungsweise sind ungebrochen stark, und dennoch bedarf es der Anpassung an die neuen Gegebenheiten. Die Nomaden können sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Natur ihnen und ihren Tieren jederzeit genügend Futter schenkt. Das bedeutet: den Tierbestand reduzieren und Wintervorräte für Mensch und Tier anlegen.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Tuwiner haben die Nomaden im Frühjahr Hafersamen in die Erde gebracht. Sie sind sehr stolz, dass der Hafer so gut gewachsen ist. Im September haben sie den Hafer als «Grünfutter» geerntet. Das Grünfutter wird in die Winterlager gebracht und dort aufbewahrt für die Winterfütterung.
Durch die beiden letzten harten Winter hat sich der Tierbestand der Nomaden reduziert – weniger Tiere bedeutet mehr Futter.
Impressionen von der Aussaat im Frühjahr 2024 bis zur Ernte im September 2024
Mit beeindruckender Entschlossenheit hat der Nomade Ganbold auf seinem kleinen Grundstück in Tsengel eigenhändig einen zehn Meter tiefen Brunnen gegraben – eine aussergewöhnliche Leistung, die Respekt verdient. Dank dieser neuen Wasserquelle kann er nicht nur seine Tiere zuverlässig versorgen, sondern auch die auf seinem Land gepflanzten Sträucher sowie…
Der Frühling kam in diesem Jahr früher als erwartet – und mit ihm ein leiser Hauch von Hoffnung. Bereits Mitte Mai zogen die Nomaden hinauf in ihr Sommerlager im Kharaghana-Tal auf 2’500 Metern Höhe. Schon Ende April konnten die Tiere den Duft von frischem Gras wahrnehmen und vorsichtig die…
Am 18. Februar feiern die Mongolen «Zagaan Zar» – Das Weissmondfest, ihr Neujahrsfest Galsan Tschinag und Galtaikhuu senden die herzlichsten Grüsse und Wünsche zum Neuen Jahr! Was sagt die traditionellen mongolischen Astrologie zum Jahr des Feuer-Pferdes? In der traditionellen mongolischen Astrologie wird anhand…