Im Januar beginnen für die Nomaden die 9 x 9 kältesten Tage. Jetzt, in der dritten Januarwoche herrscht grosse Kälte, nachts bis Minus 40°C und tagsüber Minus 25°C. Im Sommer gab es wenig Niederschläge, so dass kaum Gras wachsen konnte, dass den Tieren jetzt als Winterfutter dient. Wieder mussten die Tiere viel zu früh mit Heu und Kraftfutter von der Nomaden versorgt werden, weil sie zu wenig Nahrung in der Natur finden. Die Muttertiere brauchen besonderen Schutz und Aufmerksamkeit, damit sie ihre Leibesfrucht nicht verlieren. Und wieder sind die Nomaden in grösster Sorge und bedrohlicher Not.
Können Sie sich vorstellen, dass die Tiere unter diesen Bedingungen Futter finden? Sie müssen entweder mit den Hufen den Schnee wegkratzen um darunter an die Gräser zu kommen, oder sie suchen in der Steinwüste nach den kleinsten Halmen.
OHfM hat den Fokus weg von den Soforthilfen auf eine strukturelle, nachhaltige Hilfe und Unterstützung gelegt. Grosse Hoffnung gibt das Kaschmirprojekt, deshalb muss alles daran gesetzt werden, dass die weisse Ziegenherde über den Winter kommt. Durch eine grosse Spende und noch einer bedeutenderen Summe an Rückstellungen konnten wir vor einer Woche wieder einen stattlichen Betrag in die Mongolei schicken.
Galtai ist aktuell im Altai und ist dabei wieder einen Transport zu organisieren um die grösste Not zu lindern. Wir informieren, sobald wir von ihm Informationen und Bilder erhalten.
Weitere Artikel aus der Kategorie: Kaschmirprojekt
Da im Winter keine Tiere geschlachtet werden, legen sich die Nomaden einen Fleischvorrat an. Eine 4-5 köpfige Familie schlachtet 10-12 Schafe und 1 Pferd oder 1 Yak. Das Fleisch wird entweder in die grosse «Naturgefriertruhe unter den Schnee» geschoben oder in Streifen getrocknet. Den ganzen Sommer über haben sie die…
Die frisch verheiratete taubstumme Orgilei bekam am 1. April 2025 sein erstes Kind. Das Mädchen heisst Munkhzaya. Am gleichen Tag ist auch das kleine Kaschmirzicklein auf die Welt gekommen. Wenn meine Tochter laufen kann, dann bekommt sie einen weissen Kaschmirhut von der Wolle der weissen…
Wir haben Anfang Sommer das letzte Mal von den weissen Kaschmirziegen berichtet, als sie wohlbehalten im Altai, in ihrer neuen Heimat angekommen sind. Es ist nicht immer möglich, zeitnah an aktuelle Bilder und Informationen zu gelangen. Galtai lebte im Sommer einige Zeit bei den Nomaden im Sommerlager auf 2500…